Projekt-Info:

Bolivien: Kinder stark machen


Die Schüler_innen erhalten eine Urkunde für ihre Teilnahme am Präventionsunterricht.

Aufklärungsmaterial für Schulkinder von Sepamos

In den Elternschulen können Mütter und Väter über Gewalterfahrungen sprechen, die sie selbst oft erlebt haben.

In El Alto, einer durch Armut geprägten Stadt in Bolivien, vor den Toren der Hauptstadt La Paz, sind 57% der unter 14-Jährigen gezwungen, einer Arbeit nachzugehen. Viele von ihnen leben auf der Straße. Von der teilweise sehr schweren Arbeit werden diese Kinder oftmals krank und werden in ihrer Entwicklung behindert. Das Leben auf der Straße macht die Kinder zudem leicht zu Opfern von Gewalt und sexuellem Missbrauch. Wenn sie ihre Arbeiten nicht zufriedenstellend erledigen, werden sie oft geschlagen oder sexuell missbraucht. Wehren können sie sich kaum und Unterstützung finden sie selten, denn Gewalt gegen Kinder und Frauen gehört in der patriarchalischen Gesellschaft in Bolivien zur Tagesordnung und gilt als "normal". Zudem ist sexualisierte Gewalt in Bolivien ein gesellschaftliches Tabuthema und wird von den Behörden nicht weiter verfolgt. Im Gegenteil - oftmals werden Polizisten und Behördenvertreter auch zu Tätern.

EIRENES Beitrag: 

Die EIRENE-Partnerorganisation Sepamos hilft schon seit vielen Jahren Straßenkindern und arbeitenden Kindern in El Alto. Immer mehr Kinder, die im Zentrum Schutz suchen, sind sexuell missbraucht worden. Daher hat sich SEPAMOS an EIRENE gewandt, um Unterstützung insbesondere dieser missbrauchten Kinder zu bekommen. Aktivitäten sind:

  • lokale Psychologen und Erzieherinnen helfen den Kindern, ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Nach Möglichkeit wird auch die Familie der Kinder mit einbezogen.
  • Ärzte untersuchen die Kinder und behandeln sie.
  • Gemeinsam mit Eltern, Psychologen, Jugendämtern und staatlichen Stellen werden Strategien überlegt, um der Gewalt entgegen zu treten.
  • Rechtsanwälte beraten die MitarbeiterInnnen von SEPAMOS in juristischen Fragen und dem Prozess der Anklageerstattung
  • Durch politische Lobbyarbeit und Öffentlichkeitsarbeit setzt sich SEPAMOS dafür ein, dass bestehende Gesetze zum Schutz von Kindern und Jugendlichen verbessert und effektiv umgesetzt werden.

Neben der Entsendung einer EIRENE-Fachkraft leistet EIRENE auch finanzielle Unterstützung für SEPAMOS, um den neuen Bereich für die Hilfe missbrauchter Kinder aufzubauen. Dafür ist EIRENE auf private Spendengelder angewiesen.

Bitte helfen Sie uns, die Gewalt gegen Kinder in El Alto zu beenden!


Unterstützungsbedarf: 

Ihre Spende hilft, die Kinder zu schützen!

  • 50 Euro helfen für eine psychotherapeutische Einzelbetreuung eines Kindes.
  • 65 Euro tragen für Malstifte, Broschüren, Plakate und anderes Material bei, um an Schulen und in der Öffentlichkeit über Gewalt aufzuklären und vorzubeugen.
  • 150 Euro sind ein wesentlicher Beitrag für die Einrichtung von weiteren, dringend notwendigen Therapieräumen.
Projektdaten
Land/Region: 
Bolivien, Departement La Paz, El Alto
Finanzierung: 
Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Eigenmittel Partnerorganisation, Spendenmittel EIRENE
Kurzbeschreibung: 
Verhinderung von sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
Lokaler Partner: 
SEPAMOS, bolivianische Nichtregierungsorganisation http://www.sepamosbolivia.org/
Projektlaufzeit: 
Voraussichtlicht bis 2019