Projekt-Info:

Stärkung der indigenen Bevölkerung Nicaraguas


Demonstration für die Anerkennung indigener Landrechte

Gemeindeversammlung zum Thema Umweltschutz

Vertreter der indigenen Gemeinden auf einer öffentlichen Veranstaltung

Die Departments Nueva Segovia und Madriz im Nordwesten Nicaraguas, direkt an der Grenze zu Honduras gelegen, waren eine der am stärksten vom Bürgerkrieg betroffenen Regionen Nicaraguas. Sie stellt auch heute noch eine der ärmsten Regionen des Landes mit hoher Verbreitung extremer Armut und mit konfliktiver sozialer Situation dar, was zu einer verstärkten Migration auch nach Costa Rica führt. Die indigenen Völker verfügen über keine Vertretung im politischen System ‏ und nationale Entwicklungspläne und –strategien werden ohne ihre Beteiligung entwickelt und umgesetzt.     

 

    Die Coordinadora de los Pueblos Indigenas Chorotega (CPICH) wurde im Jahre 2000 von Mitgliedern der Ältestenräte der 5 indigenen Chorotega-Gemeinden gegründet. Ziele sind die Stärkung der Selbstverwaltung der indigenen Gemeinden zur Verbesserung ihrer Lebensqualität, die Erreichung politischer Autonomie im Bereich der Menschenrechte und Entwicklung nachhaltiger Lebensstrategien für die indigene Chorotega-Bevölkerung, sowie eine verstärkte politische Einflussnahme und Lobbyarbeit für die indigene Bevölkerung.

Konkrete Maßnahmen:

  • Organisation von Treffen mit den Verwaltern der Landkreise und der Ältestenräte der Chorotegas, um Mitsprachemöglichkeiten zu schaffen und die politische Einflußnahme zu stärken.
  • Ausbildung der Jugendlichen zur nachhaltigen Nutzung von Wasser und Boden und in der Bekämfung der Waldbrände.
  • Einrichtung kommunaler Baumschulen, Aufforstung von Wald- und Obstbäumen.
  • Kurse für Frauen zur Instandhaltung und gemeinschaftlichen Nutzung der Brunnen.
  • Veranstaltungen in der Öffentlichkeit, um auf die Diskriminierung der Chorotegas aufmerksam zu machen und ihre Rechte einzufordern.
    Unterstützungsbedarf: 

    Ihre Spende ermöglicht!

    • Für 75 € kann die Ausstattung für Radiokommunikatoren (Aufnahmegeräte, Westen, etc.) angeschafft werden.
    • Für 125 € kann ein indigenes Radioprogramm (30 Minuten) erstellt werden.
    • Für 150 € kann ein Schulgarten zur Selbstversorgung mit Gemüsen/Obst eingerichtet werden

    Benötigt werden insgesamt 40.000 Euro für die Errichtung der Baumschulen, die Fortbildungskurse für die Jugendlichen und Frauen, für Transportmöglichkeiten in abgelegene Gemeinden sowie Informationsmaterial für die Öffentlichkeit.

    Projektdaten
    Land/Region: 
    Nicaragua/ Nueva Segovia und Madriz
    Finanzierung: 
    BMZ, Eigenmittel Partnerorganisation, Spendenmittel EIRENE
    Kurzbeschreibung: 
    Förderung nachhaltiger Strukturen zur Lebenssicherung durch institutionelle Stärkung der indigenen Gemeinden
    Lokaler Partner: 
    Coordinadora de los Pueblos Indigenas Chorotega (CPICH)
    Projektlaufzeit: 
    2009-2012