Projekt-Info:

Hilfe für nicaraguanische MigrantInnen


Öffentlichkeit herstellen für die Situation der MigrantInnen

Beratung von MigrantInnen im ländlichen Raum

Worshop mit jungen MigrantInnen zu Vorurteilen und Wege aus der Diskriminierung

In der Hoffnung Arbeit zu finden und damit ihre Familien in Nicaragua ernähren zu können, wandern viele Menschen aus den armen Gebieten Nicaraguas in das reichere Nachbarland Costa Rica aus. Etwa 8% der Bevölkerung Costa Ricas sind Migranten, davon 1/3 aus Nicaragua. In Costa Rica arbeitet der Großteil der nicaraguanischen MigrantInnen, die von der Regierung in der Illegalität gehalten werden, in Bereichen niedriger Qualifikation und niedriger Bezahlung, z.B. als Hausangestellte. Oft arbeiten die MigrantInnen unter menschenunwürdigen Bedingungen: Bezahlung unter dem Mindestlohn, Arbeitszeiten bis zu 7 Tage pro Woche, kein Recht auf Urlaub bis hin zu Nötigungen und sexuellen Übergriffen. Darüber hinaus werden die MigrantInnen in der costaricanischen Gesellschaft angefeindet und diskriminiert. Die Fundación Centro de los Derechos Sociales de los Migrantes (CENDEROS) wurde 2001 von nicaraguanischen Migranten in San José gegründet. Auf nationaler Ebene nimmt CENDEROS durch politische Lobbyarbeit Einfluss auf Gesetze und Politik, damit die Rechte und Bedürfnisse von MigrantInnen berücksichtigt werden. Auf lokaler Ebene werden MigrantInnen bei Organisations- und Empowermentprozessen unterstützt. Cenderos bietet Rechtsberatung, Unterstützen bei der Beschaffung von Dokumenten, und psychosoziale Begleitung. Das Frauennetzwerk, Red de Mujeres Migrantes, beteiligt sich an lokalen Mitbestimmungsgremien zur politischen Teilhabe. Darüber hinaus arbeitet CENDEROS im Bereich Prävention von Gewalt gegen Frauen. Ein wichtiger Aspekt in der Arbeit von CENDEROS ist auch die Stärkung des „Red de niños (as) y adolescentes migrantes nicaragüenses”, in dem Kinder und Jugendliche unterstützt werden, sich für ihre Rechte einzusetzen.

EIRENES Beitrag: 

Eine EIRENE-Fachkraft berät CENDEROS im Organisationsprozess und bei der Erstellung von Strategien zur politischen Lobbyarbeit und Allianzenbildung. Zum Thema „Nutzung der Entwicklungspotentiale von MigrantInnen“ ist ein Pilotprojekt mit zurückkehrenden MigrantInnen in Nicaragua geplant.

Projektdaten
Land/Region: 
Costa Rica/ San José
Finanzierung: 
BMZ, Eigenmittel Partnerorganisation, Spendenmittel EIRENE
Kurzbeschreibung: 
Wirtschaftliches, soziales und politisches Empowerment nicaraguanischer MigrantInnen in Costa Rica
Lokaler Partner: 
Fundación Centro de los Derechos Sociales de los Migrantes (CENDEROS)
Projektlaufzeit: 
2009-2012