Statement zu Machtmissbrauch

In den letzten Wochen gab es vermehrt Medienberichte über sexuelles Fehlverhalten von Mitarbeitenden von Hilfsorganisationen. Die große Anzahl von Fällen, in denen Personen wiederholt ihre Position als Helfende missbrauchten, deutet auf ein strukturelles Problem hin. Ein Problem, mit dem sich auch EIRENE auseinandersetzt.

EIRENE ist sich bewusst, dass allein das Vorhaben Gewalt zu überwinden kein Garant dafür ist, dass nicht Abhängigkeiten entstehen, die Missbrauch ermöglichen. Wir begrüßen die aktuelle Debatte, da sie Aufmerksamkeit auf das Problem von sexueller Gewalt und Missbrauch lenkt.

Maßnahmen von EIRENE für eine diskriminierungsfreie Arbeit, in der Übergriffe und Machtmissbrauch keinen Platz haben:

  • Alle EIRENE-Mitarbeitenden haben einen Verhaltenskodex unterschrieben, der sie verpflichtet jegliches Verhalten zu vermeiden, das über andere Personen bestimmt, sie gefährdet oder schwächt.
  • Desweiteren sieht der Verhaltenskodex eine Meldepflicht vor, die sicherstellt, dass Vorfälle von Diskriminierung, Machtmissbrauch oder anderen Formen von übergriffigem Verhalten durch ein Beschwerdeverfahren aufgedeckt und bearbeitet werden. Um zu vermeiden, dass Fälle solchen Verhaltens aufgrund von interner Hierarchie nicht gemeldet werden, stehen externe Ombudspersonen zur Verfügung. Beschwerden werden vertraulich behandelt.
  • Auf struktureller Ebene beleuchten wir internationale Abhängigkeiten kritisch und vermeiden Gate Keeper-Positionen: Unsere Freiwilligen und Fachkräfte verteilen keine finanziellen Ressourcen oder Sachgüter von EIRENE an bedürftige Zielgruppen.

 

Lesen Sie dazu ein Statement der EIRENE-Geschäftsführerin Dr. Anthea Bethge. Das PDF steht im Downloadbereich zur Verfügung.

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