!!Stoppt die Gewalt in Nicaragua!!

Protest in Granada am 19. Mai. Bildrechte: Julio Vannini via Flickr

EIRENE arbeitet seit mehr als 35 Jahren mit Organisationen in Nicaragua, die sich für Frieden und nachhaltige Entwicklung einsetzen, zusammen. Wir sind von der aktuellen Welle der Gewalt erschüttert und fordern eine friedliche Lösung des politischen Konflikts. Wir erklären uns solidarisch mit der friedlich protestierenden Bevölkerung in Nicaragua, gedenken der Opfer und wollen unsere nicaraguanischen Partnerorganisationen bestmöglich unterstützen.

Seit April eskaliert die Gewalt

Friedliche Proteste gegen eine Rentenkürzung wurden Mitte April 2018 gewaltsam niedergeschlagen. Seitdem gibt es seit Wochen Massenproteste im ganzen Land. Unabhängigen Zählungen zu Folge sind bereits mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen. Die Demonstrierenden und ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Gruppen fordern das sofortige Ende der Gewalt, den Rückzug von Polizei und paramilitärischen Kräften, eine unabhängige Untersuchung der begangenen Morde sowie einen demokratischen Erneuerungsprozess und vorgezogene Neuwahlen unter internationaler Beobachtung.

Der nationale Dialog kommt nicht in Gang

Die Bemühungen durch einen nationalen Dialog zwischen allen Konfliktparteien die Gewalt zu stoppen, waren bis jetzt erfolglos. Trotz einer großen Bereitschaft von Seiten der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kirche den Dialog voranzubringen, gibt es keine Fortschritte. Solange den gewalttätigen Gruppen kein Einhalt von den Verantwortlichen geboten wird, ist keine Konfliktlösung in Sicht.

Für mehr Infos über die Ereignisse der letzten Wochen in Nicaragua und konkrete Aktionsmöglichkeiten in Deutschland besucht SOSNicaragua-Deutschland.

EIRENE fordert die Vereinten Nationen, die Europäische Union sowie die deutsche Bundesregierung auf, ihren ganzen Einfluss auf die Regierung Nicaraguas auszuüben, um ein sofortiges Ende der Gewalt zu erreichen.  

 

Link zum Foto auf Flickr

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