Monika Pfeiffer

Ganz nahe an einem riesigen Nationalpark, einem Amazonaszuflussstrom und einer Pampa liegt das kleine Städtchen Reyes im Tiefland Boliviens... mein Zuhause für das kommende Jahr. Dort werde ich im CEDICOR als Mitglied im Programm „Dienst für Ältere“ von EIRENE arbeiten.

Das “Zentrum für Bildung und integrale Entwicklung“ („Centro de Educación y Desarrollo Integral”) bietet Jugendlichen und Erwachsenen Bildungsangebote außerhalb des normalen Schulwesens. Sie können dort zertifizierte und vom bolivianischen Bildungsministerium anerkannte Abschlüsse in verschiedenen Bildungssparten erlangen. - Ich werde in der Orientierungszeit also vermutlich endlich einmal solide  Buchführungsgrundkenntnisse erlangen, eventuell in einem der handwerklichen Ausbildungsgänge kleine Brötchen backen und mit Honig essen und um meine Frisur muss ich mir auch keine Sorgen machen, da ich mich als Versuchskaninchen zur Verfügung stellen kann. Denn: es gibt im CEDICOR Bäcker-, Imker- und Friseurlehrgänge. Außerdem Computer-, Schreibmaschinen- und Alphabetisierungskurse, sowie Musik- und Englischunterricht. - Ich bin sehr neugierig: auf die für mich komplett neue Kultur, auf das Miteinander und den Austausch, auf mich als Zuhörende und Lernende und in welchem Bereich ich mich dann wohl gut einbringen kann. - Und warum mache ich mich überhaupt auf in ein Gebiet auf der anderen Seite des Globus? Ich möchte Menschen kennenlernen, die „buen vivir“ vorleben. Ich möchte weiterhin authentisch unterrichten und da gehört für mich nach 7 Jahren an einem Gymnasium wieder einmal ein „Tapetenwechsel“ mit Zuhören und Selbstlernen dazu… quasi sozusagen eine Langzeitfortbildung. Ich möchte selbst „viele kleine Schritte“ im konziliaren Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung tun.

Länder

Bolivien

Das Land trägt seine Vielfalt bereits im Namen: Im Plurinationalen Staat Bolivien leben 36 indigene Völker mit ihren eigenen Sprachen und Kulturen zusammen. Frieden ist als Staatsziel in der Verfassung verankert, trotzdem werden politische Konflikte häufig gewalttätig ausgetragen.
Heute ist es umso wichtiger, dass die ökumenische Friedensorganisation EIRENE das verkörpert, wofür die Friedensgöttin EIRENE 400 vor Christus stand: für einen Frieden als Basis von Wohlstand für alle; als Grundlage einer gerechten Gesellschaft; als Gegenmodell zu einer hochmilitarisierten Welt.
Wolfgang Kessler, 20 Jahre Chefredakteur von Publik-Forum, heute freier Publizist
EIRENE gibt jungen Menschen Gelegenheit - ich wähle Worte von Papst Franziskus - , "Beschützer und nicht Räuber der Welt zu werden, Schönheit zu säen..., zu erkennen, dass wir zutiefst mit allen Geschöpfen verbunden sind auf dem Weg in Gottes unendliches Licht".
Johannes Meier, Professor für Katholische Theologie
Weltwärts mit EIRENE in Marokko – für unsere Tochter Thekla ein Jahr mit vielen Herausforderungen, vor allem aber mit Gewinn für ihre spätere berufliche Orientierung. In dem Projekt mit Geflüchteten wussten wir sie jederzeit gut aufgehoben und von den EIRENE-Fachkräften intensiv begleitet.
Tobias Schwab, Journalist
Nachdem unsere Tochter als EIRENE-Freiwillige in Uganda war, war es wunderschön im Jahr darauf eine junge Frau aus Uganda in unsere Familie aufzunehmen. Das war sehr bereichernd für unsere Familie. Denn gegenseitiges Verständnis braucht Begegnungen!
Christiane Bals, Lehrerin
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