Frauen als Friedensstifterinnen

Frauen demonstrieren in Tiwanaku für die Beteiligung an der Ausarbeitung ihrer Gemeindesatzung

Förderung der Dialogfähigkeiten von Frauen zur Friedensförderungen in El Alto.

In Bolivien ist die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Verfassung festgeschrieben. Gesellschaftliche und politische Teilhabe von Frauen soll dadurch gefördert werden. So ist die Repräsentanz von Frauen in politischen Gremien wie z. Bsp. dem Senat (47 Prozent) und dem Abgeordnetenhaus (53 Prozent) auch vergleichsweise hoch.

Allerdings ist es immer noch Realität, dass Frauen gerade in Konfliktsituationen kaum Zugang zu Entscheidungs- und Verhandlungsgremien und oft auch keine wirkliche Stimme haben. Dabei engagieren sie sich sehr häufig in ihren sozialen Zusammenhängen für friedliche Konfliktlösungen und könnten eine wichtige Rolle in der Konflikttransformation einnehmen.

Deshalb hat es sich die "Organización de Mujeres Aymaras del Kollasuyo" (OMAK) zur Aufgabe gemacht, die Teilnahme von Frauen an Dialogprozessen zu fördern und sicherzustellen. Außerdem sollen die Bedürfnisse und Rechte von Frauen sichtbarer gemacht und eingefordert werden. Dies soll durchaus gemeinsam mit Männern geschehen, unter Berücksichtigung des andinen Konzepts der Komplementarität von Mann und Frau, des Chacha Warmi.

EIRENES Beitrag: 

Mit der Unterstützung von EIRENE fördert OMAK Frauen in Führungspositionen bei sozialen Organisationen in El Alto. Ihre Dialog- und Verhandlungsfähigkeiten sollen gestärkt und ihre gesellschaftlichen Friedenspotentiale genutzt werden.

Die EIRENE Friedensfachkraft unterstützt OMAK bei der Förderung von Frauen, insbesondere im Hinblick auf ihre Beteiligung an Dialogprozessen.

Projektdaten:

Land/Region: Bolivien/ El Alto

Finanzierung: ZFD/Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Lokaler Partner: Organización de Mujeres Aymaras del Kollasuyo (OMAK)

Ansprechpartner bei EIRENE: Jürgen Kraus, kraus [at] eirene [dot] org

Länder

Bolivien

Das Land trägt seine Vielfalt bereits im Namen: Im Plurinationalen Staat Bolivien leben 36 indigene Völker mit ihren eigenen Sprachen und Kulturen zusammen. Frieden ist als Staatsziel in der Verfassung verankert, trotzdem werden politische Konflikte häufig gewalttätig ausgetragen.

Menschen

Themen

Friedenspädagogik

Viele Kinder und Jugendliche haben bereits gelernt, wie Gewalt funktioniert. Sie wissen, dass die Stärkeren siegen und welche Mittel dafür dienlich sind. Medien und auch das familiäre oder schulische Umfeld erzählen davon.

Gewaltfreie Konfliktbearbeitung

Konflikte sind ein normaler Teil menschlichen Zusammenlebens. Oft weisen sie hin auf Ungerechtigkeiten oder ungelöste Probleme. Konflikte können eskalieren.
Nachdem unsere Tochter als EIRENE-Freiwillige in Uganda war, war es wunderschön im Jahr darauf eine junge Frau aus Uganda in unsere Familie aufzunehmen. Das war sehr bereichernd für unsere Familie. Denn gegenseitiges Verständnis braucht Begegnungen!
Christiane Bals, Lehrerin
EIRENE gibt jungen Menschen Gelegenheit - ich wähle Worte von Papst Franziskus - , "Beschützer und nicht Räuber der Welt zu werden, Schönheit zu säen..., zu erkennen, dass wir zutiefst mit allen Geschöpfen verbunden sind auf dem Weg in Gottes unendliches Licht".
Johannes Meier, Professor für Katholische Theologie
Weltwärts mit EIRENE in Marokko – für unsere Tochter Thekla ein Jahr mit vielen Herausforderungen, vor allem aber mit Gewinn für ihre spätere berufliche Orientierung. In dem Projekt mit Geflüchteten wussten wir sie jederzeit gut aufgehoben und von den EIRENE-Fachkräften intensiv begleitet.
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Heute ist es umso wichtiger, dass die ökumenische Friedensorganisation EIRENE das verkörpert, wofür die Friedensgöttin EIRENE 400 vor Christus stand: für einen Frieden als Basis von Wohlstand für alle; als Grundlage einer gerechten Gesellschaft; als Gegenmodell zu einer hochmilitarisierten Welt.
Wolfgang Kessler, 20 Jahre Chefredakteur von Publik-Forum, heute freier Publizist
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