Menschenrechte und Demokratie in Nicargua verteidigen

"Rechte, die man nicht verteidigt, sind verlorene Rechte" - Demonstration am Tag der Menschenrechte in Managua, Nicaragua.

In schwierigen Zeiten werden Menschenrechte verteidigt

Seit April 2018 steckt Nicaragua in seiner schwersten Krise seit Ende des Bürgerkrieges in den 1980er Jahren. Proteste gegen eine geplante Rentenreform breiteten sich auf das ganze Land aus und richten sich seitdem gegen die aktuelle Regierung und deren autokratischen Regierungsstil. Öffentliche Meinungsäußerungen werden unterbunden, Demonstrationen gewaltsam von Sicherheitsbehörden aufgelöst. Bis Ende des Jahres 2018 kamen mehr als 500 Menschen ums Leben, heute gibt es hunderte politische Gefangene und mehr als 10.000 Menschen sind ins benachbarte Costa Rica ins Exil geflohen.

Die herausfordernde Situation unserer Partnerorganisation CENIDH

Das nicaraguanische Menschenrechtszentrum CENIDH verteidigt Menschenrechte seit der Gründung im Jahre 1990. Dabei wurde es von Anfang an von EIRENE-Freiwilligen und Fachkräften unterstützt. Seit Anbeginn der aktuellen Krise hat CENIDH die Menschenrechtssituation überwacht und viele Rechtsbrüche von staatlicher Seite dokumentiert. Eine Arbeit, die der zivilgesellschaftlichen Organisation Ende 2018 zum Verhängnis wurde. Zusammen mit einer Reihe von anderen Nichtregierungsorganisationen (NRO) wurde ihr die Rechtsperson entzogen – CENIDH wurde defacto von der nicaraguanischen Regierung verboten.

Lesen Sie hier das EIRENE-Statement zum Verbot von CENIDH

Dank Privatspenden ist Soforthilfe für bedrohte Menschrechtsverteidiger_innen möglich

Unsere Partnerschaften besteht

Gerade jetzt gilt es den EIRENE-Partnerorganisationen in Nicaragaua und deren Mitarbeiter_innen zur Seite zu stehen, drohen doch Gefängnisstrafen und weitere persönliche Repressionen. EIRENE ist im Austausch, bietet juristische und finanzielle Hilfe und setzt sich auf politischer Ebene zusammen mit deutschen und nicaraguanischen NRO für eine Verbesserung der Situation ein. Dank Ihrer Privatspenden können wir schnelle und unbürokratische Hilfe leisten, wie zum Beispiel Anwaltskosten decken oder Menschen im Exil unterstützen.

 

Land/Region: Nicaragua
Lokaler Partner: Centro Nicaragüense de Derechos Humanos (CENIDH) und weitere NROs in Nicaragua
Ansprechpartner bei EIRENE: Jürgen Kraus, kraus [at] eirene [dot] org

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Länder

Nicaragua

Seit über 30 Jahren arbeitet EIRENE mit Organisationen in Nicaragua zusammen. Gemeinsam setzen wir uns für Menschenrechte und für ein gutes Leben für alle ein. Die Arbeit von Menschenrechtsverteidiger_innen wird zunehmend schwieriger. EIRENE unterstützt die gewaltfreie Bearbeitung von Konflikten.

Menschen

Themen

Gewaltfreie Konfliktbearbeitung

Konflikte sind ein normaler Teil menschlichen Zusammenlebens. Oft weisen sie hin auf Ungerechtigkeiten oder ungelöste Probleme. Konflikte können eskalieren.

Menschenrechte

Die unantastbare Würde des Menschen und seine Teilhabe an wichtigen Entscheidungen sind in den Menschenrechten verankert. Der Einsatz für die Rechte Benachteiligter trifft häufig auf den Widerstand der Mächtigen.
Nachdem unsere Tochter als EIRENE-Freiwillige in Uganda war, war es wunderschön im Jahr darauf eine junge Frau aus Uganda in unsere Familie aufzunehmen. Das war sehr bereichernd für unsere Familie. Denn gegenseitiges Verständnis braucht Begegnungen!
Christiane Bals, Lehrerin
Heute ist es umso wichtiger, dass die ökumenische Friedensorganisation EIRENE das verkörpert, wofür die Friedensgöttin EIRENE 400 vor Christus stand: für einen Frieden als Basis von Wohlstand für alle; als Grundlage einer gerechten Gesellschaft; als Gegenmodell zu einer hochmilitarisierten Welt.
Wolfgang Kessler, 20 Jahre Chefredakteur von Publik-Forum, heute freier Publizist
Weltwärts mit EIRENE in Marokko – für unsere Tochter Thekla ein Jahr mit vielen Herausforderungen, vor allem aber mit Gewinn für ihre spätere berufliche Orientierung. In dem Projekt mit Geflüchteten wussten wir sie jederzeit gut aufgehoben und von den EIRENE-Fachkräften intensiv begleitet.
Tobias Schwab, Journalist
EIRENE gibt jungen Menschen Gelegenheit - ich wähle Worte von Papst Franziskus - , "Beschützer und nicht Räuber der Welt zu werden, Schönheit zu säen..., zu erkennen, dass wir zutiefst mit allen Geschöpfen verbunden sind auf dem Weg in Gottes unendliches Licht".
Johannes Meier, Professor für Katholische Theologie
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