Starke Nachbar_innen - Konfliktfähiges Zusammenleben von und mit Geflüchteten

Projektstart am Weltfriedenstag 2017. Der EIRENE-Mitarbeiter Manssour Monsef präsentiert die Grundlagen des Projekts.

Viele Konflikte zwischen Geflüchteten und ihren Nachbar_innen können mit dem richtigen Ansatz gelöst werden. Dafür organisiert EIRENE Workshops, Seminare, öffentliche Veranstaltungen und Fortbildungen zum konstruktiven Umgang mit Konflikten in Neuwied, Altenkirchen und Umgebung.

Für Frieden in der Nachbarschaft

In den letzten Jahren sind in Neuwied, Altenkirchen und im Umland viele Menschen aus Syrien, Afghanistan, Sudan, Iran und Somalia angekommen. Das Ende der Flucht bedeutet erstmal Sicherheit, doch es stellt die Geflüchteten und die, die sie aufnehmen, vor viele neue Herausforderungen. Konflikte sind unvermeidbar, es geht darum richtig mit ihnen umzugehen.

Integration geschieht nicht im Vorbeigehen. Es zeigt sich, dass trotz einer eigenen Wohnung und einem guten Sprachniveau viele Geflüchtete am Rande der Gesellschaft leben. Neben materieller Unterstützung braucht man viel Verständnis füreinander - dafür ist Neuwied genau der richtige Ort. Hier gibt es eine Toleranztradition, vor 300 Jahren wurde die Religionsfreiheit eingeführt. Seitdem haben viele verfolgte Menschen Zuflucht gefunden und zur Entwicklung der Stadt und des Landkreises beigetragen. Mit Ihrer Unterstützung knüpft das Projekt „Starke Nachbar_innen“ an diese Toleranztradition an.

EIRENE fördert Integration

Mit dem Projekt „Starke Nachbar_innen“ fördert EIRENE friedliches Zusammenleben und Integration. Dafür gilt es interkulturelle Konflikte zu identifizieren:

  • Die deutsche Arbeitswelt ist voller Eigenheiten. Wie spreche ich ein Problem an? Wie gehe ich mit Vorgesetzen um? In unseren Kursen für Geflüchtete wird praktisches Wissen über Rollenspiele vermittelt.
  • EIRENE fördert interkulturelles Verständnis: In anderen Kulturen besuchen sich Nachbar_innen ohne Vorankündigung. Das kann in Deutschland zu Problemen führen.
  • Arbeit mit Eltern: Was kann man tun, wenn das eigene Kind in der Schule als „Asylant“ beschimpft wird? Wir unterstützen deutsche und nicht-deutsche Eltern gemeinsam gegen Diskriminierung vorzugehen.

Alle profitieren!

Konflikte, die davor die Integration behindert haben, werden jetzt gelöst. So werden aus Geflüchteten aktive Mitbürger_innen, die sich für friedliches Zusammenleben einsetzen.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie das friedliche Zusammenleben in Neuwied und Altenkirchen

  • Mit 55 Euro werden Fortbildungsmaterialien erstellt und gedruckt.
  • 100 Euro decken die Fahrtkosten der Schulungsteilnehmenden.
  • Mit 300 Euro wird das Honorar eines(r) Trainer_in für gewaltfreie Kommunikation gezahlt.

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Region: Landkreise Neuwied und Altenkirchen (Rheinland-Pfalz)

Finanzierung: Stadt Neuwied und Eigenmittel EIRENE*

Projektlaufzeit: Seit 2017

Ansprechpartnerin bei EIRENE: Kirsten Steinhoff-Fahadi, steinhoff [at] eirene [dot] org

* u.a. Einzelspende der KD-Bank-Stiftung aus der Aussschüttung 2018 ( https://www.kd-bank.de/wir_fuer_sie/presse/kd-bank-stiftung-schuettet-au...)

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Der Start in ein neues Leben in Deutschland ist für Geflüchtete nicht einfach. Das Projekt setzt hier an und hilft bei Konflikten, die die Integration verhindern.

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Not und Gewalt treiben Menschen in die Flucht – aus ihrem Haus, aus ihrer Stadt, aus ihrem Land. Auf dem Weg begegnen sie weiterer Not und Gewalt. Ob sie eine sichere Zuflucht erreichen, ist ungewiss.
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Wolfgang Kessler, 20 Jahre Chefredakteur von Publik-Forum, heute freier Publizist
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