Starke Nachbar_innen - Konfliktfähiges Zusammenleben von und mit Geflüchteten

Projektstart am Weltfriedenstag 2017

Geflüchtete und deren Nachbarschaften - der Gewalt entgegenwirken

Die Debatte um den Umgang mit Geflüchteten in Deutschland wir immer wieder von Bildern der Gewalt geprägt. Seien es Brandanschläge gegen Unterkünfte, die Bilder der Kölner Silvesternacht 2015/16, Gewaltausbrüche innerhalb von Unterkünften, die Bilder sind allgegenwärtig. Angst vor Gewalt ist eines der bestimmenden Gefühle, dass sowohl Geflüchtete als auch Menschen in der Nachbarschaft von Sammelunterkünften immer wieder äußern.

Gleichzeitig mangelt es an Möglichkeiten und Erfahrungen zur konstruktiven und gemeinschaftlichen Bearbeitung von Konflikten. Die Gemeinden fühlen sich in der Regel überfordert und lösen die Konflikte mit erhöhter Polizeipräsenz und Sicherheitspersonal.

EIRENE setzt auf den Ansatz der Friedenslogik: Das Problem ist nicht "der/die Andere, die/der Fremde", sondern die Anwendung von Gewalt. Sie entsteht in Beziehungen zwischen Menschen, wir sind also beteiligt.

Was wollen wir tun?

In Flüchtlingsunterkünften im Landkreis Neuwied und Altenkirchen ermittelt eine geschulte Friedensfachkraft von EIRENE bestehende Konflikte und bietet direkte Mediation an. Ehrenamtliche, Mitarbeitende in den Unterkünften sowie Geflüchtete werden in Methoden der gewaltfreien Konflikbearbeitung fortgebildet. Die Kursteilnehmenden fungieren als Multiplikator_innen, tragen ihr Wissen in die Unterkünfte und wenden es dort an. EIRENE unterstützt die Multiplikator_innen dabei, langfristige Strukturen aufzubauen, damit innerhalb sowie in der Nachbarschaft soziale Spannungen und Gewalt vermindert werden.

Unterstützungsbedarf:

  • Für 40 Euro können Seminarunterlagen wie Stifte, Schreibblöcke und Kopien für eine Workshopgruppe gekauft werden
  • 100 Euro helfen einmalig die Unterlagen in die Sprachen der teilnehmenden Geflüchteten zu übersetzen
  • 500 Euro tragen ein Viertel eines gesamten Seminars in gewaltfreier Konfliktbearbeitung bei

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Region: Landkreise Neuwied und Altenkirchen (Rheinland-Pfalz)

Finanzierung: Öffentlicher Zuschuss aus den Bundesmitteln "Demokratie leben", Sachleistungen der Flüchtlingsunterkünfte, Eigenmittel EIRENE*

Projektlaufzeit: 2017-2019

Ansprechpartnerin bei EIRENE: Sina Theiler, theiler [at] eirene [dot] org

* u.a. Einzelspende der KD-Bank-Stiftung aus der Aussschüttung 2018 ( https://www.kd-bank.de/wir_fuer_sie/presse/kd-bank-stiftung-schuettet-au...)

Downloads

Länder

Deutschland

30 Jahre nach der gewaltfreien Wiedervereinigung ist die Spaltung der Gesellschaft in Deutschland sichtbar. Rassismus ist politikfähig. Trotz Energiewende wird Braunkohle gefördert und Atomkraft produziert. Rüstung wird in Krisenländer exportiert. Welchen Widerstand, welche Alternativen braucht es?

Themen

Rassismuskritik

Das Bekämpfen von Rassismus gehört zum engagierten Entwicklungsdienst genauso wie zu den internationalen Friedensdiensten der Freiwilligen. Rassismuskritk ist für EIRENE ein integraler Bestandteil von Gewaltfreiheit.

Gewaltfreie Konfliktbearbeitung

Konflikte sind ein normaler Teil menschlichen Zusammenlebens. Oft weisen sie hin auf Ungerechtigkeiten oder ungelöste Probleme. Konflikte können eskalieren.

Vertreibung stoppen- Geflüchtete stärken

Not und Gewalt treiben Menschen in die Flucht – aus ihrem Haus, aus ihrer Stadt, aus ihrem Land. Auf dem Weg begegnen sie weiterer Not und Gewalt. Ob sie eine sichere Zuflucht erreichen, ist ungewiss.
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