Gendergerechtigkeit

EIRENE lehnt als Organisation jede Form von Machtmissbrauch und Diskriminierung ab, sei es aufgrund von Gender, sexueller Orientierung, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Hautfarbe. Schon im Jahr 1959 stand fest, dass bei EIRENE kein Platz sei für Nationalismus, Rassismus oder religiöse Grenzen. Der Einsatz für eine versöhnte Menschheit verträgt keine sektiererischen Abgrenzungen und keinen Dogmatismus.

Die systematische Benachteiligung von Frauen zeigt sich darin, dass sie weitaus häufiger von Armut betroffen sind als Männer, weil sie nicht den gleichen Zugang zu Bildung, Land- und Eigentumsrechten und Krediten haben oder gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit erhalten. Zudem sind Frauen alltäglichem Sexismus, häuslicher und sexualisierter Gewalt ausgesetzt – nicht nur in Konfliktsituationen –, wodurch ihr Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit verletzt wird. Unser Ziel ist es, für die Ursachen und die vielfältigen Formen der kulturellen und institutionellen Diskriminierung nicht nur von Frauen zu sensibilisieren und diesen aktiv in unseren Projekten und Programmen zu begegnen.

Projekte

Land und Rechte für Frauen in Nicaragua

Im ländlichen Nordwesten Nicaraguas fehlt es insbesondere Frauen an schulischer Bildung, Mitspracherechten, sozialer Grundversorgung und Landbesitz. Über landwirtschaftliche Frauenkooperativen stärkt die EIRENE-Partnerorganisation Fundación Entre Mujeres (FEM) die Stellung der Frauen.

"Stoppt Gewalt gegen Mädchen"

Uganda: Sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in den ländlichen Gebieten Ugandas an der Tagesordnung. Vielfach wird es als legitimes Recht der Männer angesehen. Die Betroffenen schweigen aus Scham und Angst. Die EIRENE- Partnerorganisation ACFODE kämpft für ein Ende der Gewalt.

Jugend für Frieden in Burundi

Der katholische Jugendverband CHIRO engagiert sich in Burundi mit 80.000 Mitgliedern für Gewaltfreiheit, Menschenrechte und eine nachhaltige Entwicklung. Ehrenamtliches Engagement, Mitverantwortung und Solidarität wird bei CHIRO ganz groß geschrieben.

Forum-Theater gegen Gewalt

EIRENE unterstützt die ruandisch-kongolesisch-burundische Theatergruppe BADILIKA. Mit der Methode des „Forum-Theaters" werden heikle Themen wie ethnische Konflikte, häusliche Gewalt, Korruption oder Streit um Land spielerisch dargestellt.