Mit Bildern und Broschüren werden Kinder und Jugendliche über Sexualität aufgeklärt
Gewalt hört zum Alltag
In der bolivianischen Millionenstadt El Alto gehört Gewalt zum Alltag vieler Kinder und Jugendlicher. Insbesondere staatliche Stellen in El Alto 220 Fälle von sexuellem Missbrauch. Allein im Januar 2017 wurden 47 Fälle von Kindesmisshandlung registriert. Diese erschreckende Situation ist nicht neu. Schon vor 20 Jahren veranlasste sie die Pädagogin Jaquelin Butrón das Kinderrechtszentrum SEPAMOS zu gründen. Ihr Ziel: Alle Kinder sollen ohne Gewalt aufwachsen können! Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften, Jugendämtern sowie Betroffenen kämpft sie für die Rechte und den Schutz der Kinder. Mit Erfolg, denn das Zentrum ist mittlerweile ein landesweites Referenz- und Vorzeigeprojekt geworden. Die Präventionskurse und Therapieangebote sind regelmäßig ausgebucht.
Wirkungsvolle Maßnahmen zur Stärkungn der Kinder
In der Beratungsstelle von SEPAMOS erhalten die Kinder und deren Familien psychologische und medizinische Betreuung.
Theater- und Rollenspiele helfen das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken.
Präventionsarbeit an den Schulen trägt zu einem gewaltfreiem Umgang zwischen Lehrkräften und Schüler_innen bei, klärt über Kinderrechte auf und stärkt das soziale Miteinander der Kinder.
In „Elternschulen“ werden Familien Werte wie Respekt, Toleranz und Achtung des Kindeswohls vermittelt. Zudem bieten die Elternschulen Raum für Austausch, denn viele Mütter sind selbst Opfer von Gewalt geworden.
Mitarbeitende von Jugendämtern und Rechtsstellen werden eingebunden als Voraussetzung für langfristige Hilfe.
Familienangehörige betroffener Kinder erhalten rechtliche Beratung durch einen Anwalt, um Missbrauchsfälle vor Gericht zu bringen.
Beispiele, wie Sie helfen können:
Mit 65 Euro helfen für Flyer und Kampagnenmaterial, um sexualisierte Gewalt an Kindern zu enttabuisieren.
Mit 75 Euro finanzieren Sie ein Training für ehrenamliche Muliplikator_innen für Präventionsarbeit an Schulen
230 Euro sind ein wesentlicher Beitrag für den Ausbau und die Ausstattung von Therapieräumen.
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Land/Region: Bolivien, El Alto Projektdauer: 2021 bis 2024 Finanzierung: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Eigenmittel Partnerorganisation, Spendenmittel EIRENE Lokaler Partner: SEPAMOS Ansprechpartner bei EIRENE: Jürgen Kraus, kraus [at] eirene [dot] org