Schulungen in konfliktsensiblem Journalismus in Burundi
Burundische und kongolesische Journalist_innen werden im Pressezentrum Maison de la Presse in konfliktsensiblem Journalismus geschult. Sie lernen Methoden der Konfliktanalyse kennen, werden mit den Grundprinzipien des Friedensjournalismus vertraut, üben traumasensible und gewaltfreie Interviewtechniken ein, setzen sich mit dem Presserecht und Sicherheitsfragen auseinander und identifizieren Fake News.
Die umfassenden Schulungen fördern gleichzeitig die Vernetzung zwischen Journalist_innen der Region der Großen Seen (Burundi, DR Kongo, Ruanda, Uganda) . Informationen und Produkte werden ausgetauscht und gemeinsame, grenzübergreifende Themen für Reportagen, Sendungen und Artikel identifiziert.
Ein Pool von qualifizierten Trainer_innen führt die Schulungen durch. Nach den Schulungen werden einzelne Radiosender durch Coaching in-situ begleitet. Während des einwöchigen Coachings entwickelt ein Trainer oder eine Trainerin gemeinsam mit einem Team von Journalist_innen ein interaktives Radioformat, das der Sender danach zu friedens- und menschenrechtsrelevanten Themen einsetzt.
Fati Amadou hat ein Training in konfliktsensiblem Journalismus absolviert. Heute organisiert sie Radiodebatten in Niger um Frauenrechte zu stärken - "Frauenpower live auf Sendung"
Darüber hinaus werden burundische Journalist_innen in gendersensibler Berichterstattung fortgebildet. Diese setzen sich in extra dafür eingerichteten Gender-Anlaufstellen in verschiedenen Medien für Geschlechtergleichberechtigung ein, sowie für Aufklärung über Gewalt gegen Frauen und Mädchen.