Die Menschenrechtsorganisation Colectivo de Derechos Humanos „Nicaragua Nunca Más“
Im Exil lebende Nicaraguaner*innen gründeten 2019 in Costa Rica das Colectivo de Derechos Humanos „Nicaragua Nunca Más“ (CNM+). Ziel dieser EIRENE-Partnerorganisation ist es, die ankommenden Geflüchteten bei ihrer Integration zu unterstützten, ihre Rechte zu stärken und gleichzeitig in Nicaragua begangene Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. CNM+ konzentriert sich auf drei Ebenen:
- Erstorientierung: Die Geflüchteten werden kurz nach ihrer Ankunft im Grenzgebiet im Norden Costa Ricas beraten. Wo finde ich eine dauerhafte Unterkunft? Bei welchen Behörden muss ich mich registrieren lassen? Was sind meine Rechte? Welche Gemeinden sind sicher für nicaraguanische Geflüchtete, welche sollte ich meiden? Mit einem interdisziplinären Team beantwortet CNM+ diesen Fragen.
- Dokumentation und psychologische Unterstützung: Mitarbeitende des Colectio nehmen Fälle von Menschenrechtsverletzungen auf. Viele der Geflüchteten wurden in nicaraguanischen Gefängnissen gefoltert oder vor ihrer Flucht von Regimeanhängern bedroht und misshandelt. Angekommen in Costa Rica leiden viele unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Die Dokumentation ihrer Fälle hilft ihnen auf psychologischer Ebene das erfahrene Unrecht besser bewältigen zu können.
- Internationale Lobbyarbeit für Menschenrechte in Nicaragua: Die dokumentierten Fälle von Menschenrechtsverletzungen werden von CNM+ genutzt, um die Weltöffentlichkeit auf das Unrechtsregime in Nicaragua Aufmerksam zu machen. In verschiedenen supranationalen Gremien zum Beispiel in den Menschrechtsorganen der Vereinten Nationen werden die tragischen Schicksale präsentiert. So steigt der internationale Druck auf Nicaragua Menschenrechte zu achten.
Das Team des Colectivo braucht Unterstützung! Helfe mit, die Lebensbedingungen von nicaraguanischen Geflüchteten zu verbessern.
- 45 Euro ermöglichen den Druck von wichtigen Informationsmaterial. CNM+ kümmert sich um Menschen, die gerade über die Grenze geflohen sind und ist einen Anlaufstelle für alle Fragen der Integration.
- 91 Euro kostet derzeit die Beantragung eines Personalausweises – unerlässlich für Geflüchtete, um Arbeit und Wohnraum zu finden, denn das Regime in Nicaragua entzieht seinen Bürger*innen die wichtigsten Dokumente und macht sie staatenlos.
- 250 Euro sind ein wesentlicher Beitrag, um Schulungen in Gewaltprävention in den Migrant*innengemeinden zu organisieren. Konfliktvermittler*innen werden ausgebildet, um die Konflikte zwischen den Geflüchteten und der ortsansässigen Bevölkerung gewaltfrei zu bearbeiten.
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Land/Region: Costa Rica, Grenzregion zu Nicaragua
Finanzierung: Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Eigenmittel EIRENE
Lokaler Partner: Colectivo de Derechos Humanos „Nicaragua Nunca Más“ (CNM+)
Laufzeit: 2023-2025 mit Verlängerung (beantragt)
Ansprechpartner: Jürgen Kraus, krausmuhimpundu [at] eirene [dot] org (@eirene.org)





