Keine Gewalt - keine Diskriminierung - kein Rassismus!

Die Leiterin der ugandischen Frauenrechtsorganisation ACFODE Regina Bafaki zusammen mit der EIRENE-Ombudsfrau Carmen Ibáñez

Auf dem Weg zu einer diskriminierungssensiblen Organisation

EIRENE ist auf dem Weg hin zu einer diskriminierungssensiblen Organisation. Wir möchten, dass alle, die bei EIRENE mitwirken, eine wertschätzende Zusammenarbeit innerhalb von EIRENE erleben und in einer guten Arbeitsatmosphäre ihre Potentiale zum Wohl und Erfolg von EIRENE entwickeln können. Wir möchten unsere Kooperationen respektvoll gegenüber den Partnerorganisationen und machtkritisch gegenüber uns selbst gestalten. Das ist Teil unseres Auftrags, uns gewaltfrei für den Frieden einzusetzen. Sehr wichtige Impulsgeber_innen auf diesem Weg sind die Partnerorganisationen im Globalen Süden, die internationalen Freiwilligen in Deutschland und die Konfliktvermittler_innen mit Fluchterfahrung.

Wie wir zusammenarbeiten

Im Verein und in der Geschäftsstelle sollen Entscheidungen auf allen Ebenen und zwischen den Ebenen im Konsens getroffen werden. Das bietet den Beteiligten die Gelegenheit, ihre spezifischen diskriminierungskritischen Perspektiven in den Entscheidungsprozess einzubringen. Im Jahr 2013 wurde ein Verhaltenskodex verabschiedet, der intern und extern eine Orientierung gibt, was von EIRENE erwartet werden kann. Seine zwölf Leitlinien reichen von Gewaltfreiheit bis zum Umgang mit anvertrautem Geld. Im Streitfall können Ombudspersonen angerufen werden. Sie unterstützen Gremien des Vereins bei der Konsensfindung und externe Parteien bei Beschwerden gegen EIRENE.

Ansprechpersonen im Rassismuskritischen Veränderungsprozess

Seit Ende 2015 befindet sich EIRENE in einem rassismuskritischen Veränderungsprozess. Dabei sind Strukturen entstanden, die Einzelne und den ganzen Verein dabei unterstützen, den diskriminierungskritischen Weg zu gehen. Das Ombudsbüro wurde um eine neue Ombudsperson Antidiskriminierung ergänzt, die aktiv auf alle neuen Mitarbeitenden zugeht, Beschwerden hört und mit Betroffenen arbeitet. Diese Praxiserfahrung wird anonymisiert und gebündelt und unterstützt das institutionelle Lernen bei EIRENE. Eine Prozesskoordination regt Maßnahmen des kontinent-übergreifenden Austauschs an und informiert weltweit darüber. Sie bringt Menschen mit verschiedenen Positionierungen in den Dialog und bündelt Kritik und Verbesserungsvorschläge. Die beiden Beauftragten für Antidiskriminierung der Geschäftsstelle identifizieren diskriminierende Muster in der Organisationskultur, in Verfahren und Regelungen sowie in wiederkehrenden Verhaltensweisen. Sie kümmern sich um diskriminierungskritische Sensibilisierung und Fortbildung und schlagen strukturelle Veränderungen vor. In regelmäßigen plenaren Treffen haben alle Mitarbeitenden und Freiwilligen der Geschäftsstelle die Aufgabe und Chance, den diskriminierungskritischen Weg bei EIRENE mitzugestalten.

Weltwärts mit EIRENE in Marokko – für unsere Tochter Thekla ein Jahr mit vielen Herausforderungen, vor allem aber mit Gewinn für ihre spätere berufliche Orientierung. In dem Projekt mit Geflüchteten wussten wir sie jederzeit gut aufgehoben und von den EIRENE-Fachkräften intensiv begleitet.
Tobias Schwab, Journalist
Nachdem unsere Tochter als EIRENE-Freiwillige in Uganda war, war es wunderschön im Jahr darauf eine junge Frau aus Uganda in unsere Familie aufzunehmen. Das war sehr bereichernd für unsere Familie. Denn gegenseitiges Verständnis braucht Begegnungen!
Christiane Bals, Lehrerin
Heute ist es umso wichtiger, dass die ökumenische Friedensorganisation EIRENE das verkörpert, wofür die Friedensgöttin EIRENE 400 vor Christus stand: für einen Frieden als Basis von Wohlstand für alle; als Grundlage einer gerechten Gesellschaft; als Gegenmodell zu einer hochmilitarisierten Welt.
Wolfgang Kessler, 20 Jahre Chefredakteur von Publik-Forum, heute freier Publizist
EIRENE gibt jungen Menschen Gelegenheit - ich wähle Worte von Papst Franziskus - , "Beschützer und nicht Räuber der Welt zu werden, Schönheit zu säen..., zu erkennen, dass wir zutiefst mit allen Geschöpfen verbunden sind auf dem Weg in Gottes unendliches Licht".
Johannes Meier, Professor für Katholische Theologie
Friedensbrief-Newsletter

Melden Sie sich jetzt für den EIRENE Friedensbrief an und Sie erhalten 4 Mal im Jahr spannende Einblicke in unsere Friedensarbeit

Zur Newsletter-Anmeldung